Archiv der Kategorie: Bemerkenswerte Frauen

TP_53: Breakdance und Emailsignaturen

Das lief alles automagisch. Frau Dings Tochter wurde Deutsche Meisterin im Breakdance. Warum sie trotz der Qualifikation nicht zu der Weltmeisterschaft fährt…, dass erfahrt ihr im neuen Tachelespodcast.

Darüber hinaus berichten wir über den Equal Pay Day, über vegan-frauenverachtende Mode und wenn wir einmal bei Mode sind, auch über Heroin- und Pornochic.

Was passiert, wenn man aus Versehen die Mailsignatur verwechselt, wird man dann produktiver?

Wir finden, dass es wieder eine runde Sendung geworden ist, wäre Herrn Bumms nicht in den letzten Sekunden das Kabel aus dem Headset gefallen. Aber darüber kann man bestimmt hinweghören.

Wir wünschen euch nun eine interessante Sendung.

Eure Frau Dings und Herr Bumms

 

TP_45 Hex Hex

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Wer kennt sie nicht? Hermine Granger alias Emma Watson. Die kleine Hexe, die von „Muggeleltern“ abstammt und sich in der magischen Welt dem Rassismus reinblütiger Zaubererinnen und Zauberern erwehren muss.

Hermine steht für Klugheit, Freundschaft und Loyalität. Und Emma Watson?

Nachdem sich die kleine Zauberin ihrer langen Haare entledigte, ein Aufschrei ging durch die Internetgemeinde und Emma Watson die Weltbühne außerhalb der Zaubererwelt betrat, konnte und kann sie die Welt mit ihrem Engagement gegen Unterdrückung und Gleichberechtigung von Mann und Frau bezaubern. Alle? Nein. Es gibt eine nicht  gerade kleine Gemeinde, die Emma Watson und ihr Engagement anfeinden. Sie drohen Nacktfotos zu veröffentlichen oder ihr sogar unverhohlen Gewalt an.

Unbeirrt sprach Emma Watsonvor der UNO, bereiste viele Länder in denen Frauen unterdrückt werden, um sich vor Ort zu engagieren und rief als Mithinitiatorin die Kampagne #heforshe aus.

Ziel dieser Kampagne ist es, „Männer und Jungen als Unterstützer für einen Wandel hin zur Verwirklichung einer Gleichberechtigung der Geschlechter zu gewinnen, sie zu ermutigen für mehr Frauenrechte zu kämpfen und aktiv gegen Ungleichheiten vorzugehen“. (wikipedia)

Aber das sind nicht alle Fakten und interessante Details, die wir recherchieren konnten.

Nehmt euch nun eine handvoll Flohpulver und folgt uns in die Welt von Emma Watson.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören.

Shownotes:

TitelVeröffentlicht von / Link
Emma Watson: Facebook-Shitstorm wegen Feminismus-Debatte! newsbuzzters.coms.com
Drohung gegen Emma Watson nach Feminismusredewelt.de
Emma Watson hält Un Rede: Feminismus ist kein Männerhassfrauenzimmer.de
Emma Watson trifft Malala: Dank dir bin ich Feministin
Brigitte.de
Emma Watson Gleichberechtigung
zeit.de
Lasst uns lesen: Warum Emma Watson einen feministischen Buchclub gründete.
editionf.com
Emma Watson und Mala Yousafzai: Über Frauenrechte
spiegel.de
Emma Watson gründet feministischen Buchclub
welt.de
Wenn nicht ich, wer dann, wenn nicht jetzt, wann?diestorenfriedas.de
Feminismus: Emma Wastons UN Redefaz.net

07 Fragmentiertes Sein oder wie phantasiere ich mir eine Biographie

Aus aktuellem Anlass wenden wir uns in unserer 7. Folge einem geschichtsträchtigen Thema zu. Veranlasst haben uns dazu mehrere aktuelle Begebenheiten:

T-Shirts mit dem Aufdruck Stauffenberg 2.0 und geschwenkte Wirmer Flaggen sieht man immer häufiger bei  AFD Anhängern oder auch Pegida Demonstranten. Beides Insignien des Widerstandes und Zeichen eines versuchten Neubeginns in Auflehnung gegen den Faschismus – gegen ein Unrechtsregime. Diese Insignien wiesen damals den Weg in eine parlamentarische Demokratie und nicht in deren Auflösung.

Über- „tragen“ bedeutet dies auf die heutige Zeit, dass dieser Staat als Unrechtsstaat wahrgenommen und überwunden werden soll.
Aber als ob diese perfide, dumpfe und menschenverachtende  Umdeutung nicht reichen würde, werden nun auch noch vermeintliche Heroinnen ins Rampenlicht gezerrt, von ihrer braunen Vergangenheit chemisch tiefengereinigt und teils sogar als Vorbild für die sich emanzipierende Frau herangezogen.
 Die Rede ist von Leni Riefenstahl und Hannah Reitsch, die wir exemplarisch für diesen neuen Zeitgeist vorstellen. Selbst die Emma entblödete sich nicht, eine Spezialausgabe zu Leni Riefenstahl herauszugeben, auch wenn dies schon einige Jahre her ist.
Natürlich haben beide Frauen  teils außergewöhnliche Leistungen auf ihrem Gebiet gezeigt und versucht ihre Talente zur Entfaltung zu bringen. Aber immer auch dessen ungeachtet, wem sie sich anbiederten, bzw. welche Opfer es gekostet hat. Wobei hierbei nicht die eigenen Opfer zu sehen sind, sondern Opfer, die ihr egozentrisches und maßloses Selbstverwirklichungsstreben auf Seiten junger Rekruten oder KZ Häftlingen verursachten.
Das Streben es den Männern gleich zu tun, ließ sie in den gleichen Kadavergehorsam verfallen, ins Anbiedern und ins Verleugnen der eigenen Mitschuld nach dem Krieg. Vielmehr fragementierten sie ihre Emotionen und viele Aspekte ihrer Persönlichkeit ab, um in der neuen Zeit leben und sich selbst aushalten zu können.
Hanna Reitsch und Leni Riefenstahl stellten sich nicht ihrer Verantwortung und Schuld. Sie zeigten sich in geschichtsverklärender Weise und schlimmer noch, durch die Nicht-Annahme ihrer Verantwortung verhöhnten sie zynisch alle Opfer des 3. Reiches.
Als wäre dies nicht genug, so zeigt der Superlativ ihrer Geschichtsumdeutung den heutigen Supergau. Wieder ziehen Neonazi „Mädels“ durch die Straßen und nennen diese beiden Frauen als ihre Vorbilder. Um zu verstehen was da mit jungen Menschen passt, kann es hilfreich sein, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Auch heute sind diese jungen Mädels wieder Staffage eines archaischen Männerkultes.
Wie schrieb der Spiegel so schön: Außen „scheinbar“ modern, im Inneren – herrscht Mittelalter.

Und jetzt genug der Worte – viel Spaß beim Hören

wünschen Herr Bumms und Frau Dings
Shownotes:
Leni Riefenstahl

Hanna Reitsch

 

03 Radikale Frauen

Radikale Frauen

Wir beginnen heute in loser Folge unsere Reihe “Bemerkenswerte Frauen” und fangen mit den Radikalen Frauen an. Frauen, die wir in ihrem Wirken vergleichen, in Bezug zueinander setzen, ihre konträren Positionen herausarbeiten oder aber, wie in dieser Sendung, nur beziehungs- und bezuglos nebeneinander stehen lassen.

Wer anderes als Miss Piggy könnte diesen Reigen eröffnen? Zumal sie soeben für ihr feministisches Engegement mit dem First Award des Sackler-Zentrums für feministische Kunst am Brooklyn Museum geehrt wurde.
Ausgezeichnet wurde sie für das Durchbrechen von Geschlechterbarrieren. So möchten wir ihr unsere persönliche Laudatio überbringen. Dieser selbstbewussten, durchsetzungsfähigen, weiblichen Persönlichkeit, eine an Monroe erinnernde superweiblichen und glamourösen Schweinedame mit dem unvergessenen Handkantenschlag, die für einen neuen Feminismus steht. Und ihr Credo? Eine Frau muss kein Schwein sein, um in dieser Welt etwas zu erreichen. Aber es hilft, eine coole Sau zu sein.
Ein Fenstersturz 1618 in Prag führte zum 30 jährigen Krieg. Ein freiwillig-unfreiwilliger Sprung aus dem Fenster gilt als Ausgangspunkt für 30 Jahre Terrorismus in Deutschland. Was bewog eine Frau, wie Ulrike Meinhof, von der hier die Rede ist, die intellektuell war, Chefredakteurin einer Zeitschrift, in Fernsehshows auftrat um als geachtete Journalistin Stellung zu beziehen dazu, sich mit einem einzigen Sprung in das gesellschaftliche Abseits zu befördern? Wie konnte sie morden, wenn sie die Verbrechen in der Welt anprangerte? Wie konnte eine Mutter zustimmen, ihre kleinen Kinder einem palästinensischem Camp zu überantworten, wo sie zu Kämpfern herangebildet würden? War es eine bewusste Entscheidung? War es Verblendung oder gab es in ihrer Kindheit elementare Erlebnisse, die zum Abwenden von der bürgerlichen Gesellschaft führten? Fragend nähern wir uns einer interessanten aber auch bis in den Kern hinein widersprüchlichen Frau.

Shownotes:
Miss Piggy
Danke für die Hörerpost und den Hinweis auf den Werberat
Hier kommt die Radikalste der Radikalen Feministinnen: Miss Piggy – GENIAL
Miss Piggy als Frauenrechtlerin
Ulrike Meinhof – wikipedia
Lebendiges Museum online – Lemo zu Ulrike Meinhof
Verschiedene Artikel zu Ulrike Meinhof –  Spiegel online
RAF-Ulrike Meinhof-41. Verhandlungstag komplett – zum Buch “Die Todesnacht in Stammheim.”